Sardellenpizza mit Hartweizenteig

Den bisher besten Pizzaboden möchte ich euch nicht vorenthalten. Geschmacklich Top, rasch herzustellen und sowohl knusprig wie mürbe. Es ist eine edler Boden, der zum Herstellen edler Pizzen einlädt. Meine Lieblingspizza ist nun mal die Napoli mit Sardellen, ergänzt um ein paar Oliven, Kapern und etwas Schalotte und Knoblauch.

Wie schon in der Herstellung meiner Pasta so setze ich auch hier einen italienischen Hartweizendunst ein. Das Ergebnis hat mich mehr überzeugt als ein spezielles Pizzamehl.

Die Zubereitung von Pizza, die ursprünglich durch Bäckereien im lodernden Ofen erfolgte, zeigt eine Verwandtschaft zu anderen Flammkuchen und Flachbroten, die schon seit Urzeiten häufig auch im sich noch aufheizenden Brotbackofen zubereitet werden und sich nicht ohne Weiteres einem bestimmten Land oder einer Region zuordnen lassen und zum Beispiel auch in Italien als Focaccia (die schon die Etrusker, die zwischen 800 und 100 v. Chr. wirkten, kannten)[1] bekannt sind. Durch Flammkuchen, die frühzeitig eingeschossen werden und sehr flach geformt sind, konnte ein Bäcker die Hitze im Ofen bereits vorab nutzen und so auch, anhand der Backdauer der Kuchen, die optimale Ofentemperatur zum anschließenden Backen der Brote abschätzen. Flammkuchen, aber möglicherweise auch Lahmacun (kannten die Assyrer schon im 2. Jahrtausend v. Chr.), werden als Vorfahren der Pizza angesehen. Sie lassen sich aber gut durch den üblicherweise abweichenden Belag von echter Pizza abgrenzen.

Die nur mit Olivenöl beträufelte, mit Tomatenscheiben und Oregano oder Basilikum belegte Pizza ist seit etwa der Mitte des 18. Jahrhunderts nachgewiesen, als die Tomate in Süditalien populär wurde. Der Name ist vermutlich älter – die apulische Pizza pugliese oder die kalabresische Pitta inchiusa zum Beispiel enthalten neben Hefeteig nur seit alters bekannte Zutaten wie Olivenöl, Zwiebeln, Salz oder Schweineschmalz. Der ligurischen Focaccia ähnliche Fladenbrote sind seit der Antike verbreitet. Da Pizza bei sehr hoher Temperatur gebacken werden sollte, was in den wenigsten Haushalten möglich war, wurde sie anfangs vorbereitet, aber ungebacken zum örtlichen Bäcker gebracht, bis ein eigener Handwerkszweig der Pizzamacher, der Pizzaiolo entstand, der auch den Teig herstellte und belegte.

Eine Pizza, die heutigen Vorstellungen entspricht, soll erstmals am 11. Juni 1889 in Neapel vom Pizzaiolo Raffaele Esposito von der Pizzeria Brandi hergestellt worden sein, der beauftragt worden sein soll, König Umberto I. und seiner Frau Margherita eine Pizza zu servieren. Diese soll er patriotisch mit Zutaten in den italienischen Nationalfarben belegt haben: grünes Basilikum, weißer Mozzarella und rote Tomaten. Diese Geschichte ist jedoch mittlerweile von Historikern widerlegt worden. Die Königin ließ sich bereits vorher von jeweils anderen Pizzabäckern Pizza in den Palast bringen. Im Jahr 1880 erschien hierüber ein Zeitungsartikel auch in der Washington Post; aus einer Liste mit 35 verschiedenen Pizzabelägen wählte sie acht Sorten aus, die dann für sie gebacken wurden. Bei diesem Pizzabäcker handelte es sich nicht um Esposito. Er war lediglich der einzige, der die Empfangsbestätigung des Hofes aufbewahrt hatte.[2]

Durch italienische Auswanderer verbreitete sich die Pizza gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch in den USA. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pizza auch in Europa außerhalb Italiens bekannt. Die erste Pizzeria in Deutschland wurde von Nicolino di Camillo im März 1952 in Würzburg eröffnet. Neben Spaghetti gilt Pizza heute als das bekannteste italienische Nationalgericht und wird weltweit angeboten.

Auf Pizza spezialisierte Fast-Food-Ketten existieren in den USA seit den späten 1950er Jahren, in Deutschland seit 1983. Die ersten Tiefkühlpizzen kamen in den USA in den 1960er Jahren auf den Markt, kurze Zeit später auch in Europa.[https://de.wikipedia.org/wiki/Pizza]

Hartweizen-Pizzateig für 1 Pizza:

Semola di grano
duro rimacinata
125 g
Trockenhefe 3,5 g
fl. Gerstenmalz 1/2 TL
Olivenöl 2 Eßl
Salz 1/4 Tl
Wasser 75 ml
  • Alle Zutaten erst 5 Minuten, bei Stufe 1 der Küchenmaschine, und dann 10 Minuten bei Stufe 2 Kneten.
  • Den Teig für 60 Minuten warm zur Gare stellen.
  • Teig durchkneten und rund schleifen. 5 Minuten ruhen lassen.
  • Teig auf Pizzagröße rund ausrollen und Rand formen. Dann auf Backpapier setzen und abgedeckt weitere 20 Minuten gehen lassen.
  • Mit einem Stipproller, oder einer Gabel, Löcher in den Teig stechen damit der Boden keine Blasen wirft.

Belag für 1 Sardellenpizza:

Tomatensugo 150 ml
Mozzarella 125 g
Sardellenfilets 8 Filets
Schalotten 1 Stück
Knoblauch, gehackt 1-2 Tl
Kapern 1-2 Eßl
Peperoni 3-4 Stück
Oliven, grün 8 Stück
Oliven, ausgereift dunkel 8 Stück
Oregano, gerebelt 1 Tl
  • Den Tomatensugo aufstreichen und mit dem gestifteten Mozzarella belegen.
  • Alle anderen Zutaten auf der Pizza verteilen.
  • Im auf 250 Grad Celsius vorgeheizten Backofen mit Pizzastein 8-10 Minuten backen.
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4 Gedanken zu “Sardellenpizza mit Hartweizenteig

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