Kölner Röggelchen

Bereits mehrfach habe ich diese, mir aus Köln noch bestens in Erinnerung gebliebenen, wunderbaren Brötchen gebacken. Heute möchte ich sie euch vorstellen. Das Rezept findet ihr hier auf dem Plötzblog. Es ist recht einfach zu backen und vom Ergebnis her echt toll. Mein Freund Tim von Fine Art Fotografien Tim Konhäuser ist beruflich öfter mal in NRW und eben auch im Rheinland. Von dort hat er mir schon öfter die Leckereien meiner Kindheit mitgebracht. So auch Röggelchen und doch sind wir einhellig der Meinung, daß das Röggelchenrezept aus den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts, vom Plötzblog, eindeutig die besten Ergebnisse bringt. Bessere Röggelchen haben wir nie gegessen.

Diese Röggelchen bilden ja auch die Grundlage eines typischen Kölner Gerichtes, des Halve Hahn. Man beachte auch unbedingt, daß der Düsseldorfer Halve Hahn auch nur mit Düsseldorfer Röggelchen gemacht wird. Alles andere wäre ein Sakrileg!

Halve Hahn ist der rheinische Ausdruck für ein Roggenbrötchen mit Käse. Das Brötchen (ein halbes Röggelchen) wird in der Regel mit Butter, ein bis zwei dicken Scheiben mittelaltem Gouda-Käse, saurer Gurke und Senf, zum Teil auch mit in Ringe geschnittenen Zwiebeln und einer Prise Paprikapulver serviert. Das Gericht ist in rheinischen Kneipen und Gaststätten weit verbreitet. Um die Entstehung des Namens (Hochdeutsch: halber Hahn) ranken sich viele Legenden.

Herkunft des Namens

 
Brauerei Wilhelm Lölgen, Köln, Hohe Pforte 8 (um 1900)

Die wohl älteste bekannte Quelle ist ein Zeitungsartikel vom 13. Juli 1913 mit einem Leserbrief des damals 72-jährigen Wilhelm Vierkötter. Darin schildert er, als junger Mann aus Wahlscheid nach Köln gekommen, wie er bei seiner Geburtstagsfeier den Halven Hahn erfunden habe. Diese Feier fand am 18. April 1877 im Gasthaus Wilhelm Lölgen, Hohe Pforte 8 statt.[1]

Er verabredete mit dem Köbes, dass er für seine Gesellschaft 14 halbe Hähne bestellen würde, dieser jedoch stattdessen nach einer halben Stunde 14 „Röggelche met Kies“ servieren sollte. Diese ersten Halven Hähne kosteten Vierkötter 15 Pfennig pro Stück. Der Jux wurde viel belacht, und fortan wurde ein Käseröggelchen unter der Bezeichnung „Halve Hahn“ bestellt.[2] [3] Auch Adam Wrede liefert in seinem Kölnischen Sprachschatz eine vergleichbare Herleitung, ohne Vierkötter als Person zu nennen.[4]

Einer anderen Theorie zufolge stammt der Name vom typischen Armeleuteessen vergangener Zeit in Deutschland, dem Handkäse. Diese streng schmeckende Käsesorte bedarf zur Herstellung nicht der wertvollen Vollmilch, sondern wird vielmehr aus entrahmter und gesäuerter Milch hergestellt. In Köln wurde das halbe Roggenbrötchen mit Handkäse umgangssprachlich auf Halve Hahn verkürzt, und diese Bezeichnung blieb auch erhalten, als der Handkäse durch Gouda ersetzt wurde. Im nahegelegenen Düsseldorf wird der Halve Hahn noch immer mit Handkäs, dem Mainzer, und einem doppelten Röggelchen serviert.[5] [https://de.wikipedia.org/wiki/Halve_Hahn]

 

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